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Gratis: Photoshop Tricks vom Könner
07. Februar 2008, 18:44 Uhr.
Ich weiß gar nicht, ob ihrs schon
wusstet: die beiden Schweizer Michel
Mayerle und Haeme Ulrich wissen viel über
Adobe Photoshop, Indesign und Co. und schreiben
u.a. darüber in ihrem
Tricks und News Blog.
Das allein ist ja schon eine prima Sache, aber es kommt noch besser: auf ihren Seiten gibt es ein kostenlos herunterladbares PDF mit den besten Photoshop Tipps & Tricks aus dem Jahr 2007.
Hier ist der Direktlink zum PDF File. Viel Spaß damit!
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Adobe kuler
19. Januar 2008, 15:23 Uhr.
Wenn es euch wie mir geht und
ihr das Zusammenstellen von "kompatiblen" Farben
für (z.B.) eine Website mühsam findet, hätt' ich
da 'was für euch: kuler von
Adobe. Keine Angst, ist nicht so teuer wie sonst
alles was von Adobe kommt. Es kostet nämlich gar
nix! Kuler ist (nicht nur) eine Webapplikation und Adobe investiert in diesem Bereich ja schon seit einiger Zeit massiv. Selbst eine Photoshop "online" Variante soll ja demnächst erscheinen und die Web-Textverarbeitung Buzzword wurde kürzlich von Virtual Ubiquity übernommen.
Adobe's AIR Technologie macht es möglich, dass Anwendungen sowohl auf einem Windows Desktop, als auch einem Mac Desktop als auch innnerhalb eines Webbrowsers laufen.
Auf der Adobe Labs Seite zu kuler gibt es deshalb auch entweder die Möglichkeit, kuler direkt im Webbrowser auszuprobieren oder die Desktop-Variante zu laden, welche dann das AIR Runtime Modul benötigt (aktuell ist die beta3, die es seit 12. Dezember 2007 gibt). Übrigens: unter OS X gleich mit dem FireFox downloaden; bei Safari gibts Probleme mit dem Auspacken (.bz2 / .cpgz Schleife).
Die Desktop Variante ist aber recht unspektakulär, denn zum tatsächlichen Erstellen von Farbzusammenstellungen springt man dann doch wieder in den Webbrowser zur dortigen kuler Applikation.
kuler basiert auf Flash und ActionScript 3.0, wie man auf der kuler Adobe Labs Seite nachlesen kann.
Ruft man die kuler Website im Browser auf, landet man zunächst einmal auf der Seite, auf der man Farbzusammenstellungen browsen und suchen kann:
So ein Farbset ist auch vertaggt, so dass man prima fündig wird bei der Suche.
Na und dann vor allem die Möglichkeiten, Farbsets zu erzeugen! Das macht Spaß. Ein Farbset besteht immer aus fünf Farben und auf der Create-Seite sieht man diese nebeneinander. Unter jedem Farbquadrat sieht man die HSV-/RGB-/CMYK-/LAB- und Hex-Werte, die die jeweilige Farbe definieren.
Die mittlere Farbe ist die Basisfarbe und die anderen vier kann man entweder durch intelligente Regeln dazu passend errechnen lassen oder – wie auch die Basisfarbe selbst – durch Eingabe der entsprechenden Farbraumwerte oder Bewegen der Slider ändern.
Es gibt sechs verschiedene intelligente Regeln: Analogous, Monochromatic, Triad, Complementary, Compound und Shades. Hier ein paar Beispiele zu einer orangenen Basisfarbe (#FF7828):
Analogous
Hier liegen die Farben innerhalb eines ca. 60° Winkels initial auf dem selben Kreis, auf dem auch die Basisfarbe liegt. Sprich: sie haben alle den selben Sättigungs- und Helligkeitswert, aber leicht unterschiedliche Farb-/Huewerte:
Natürlich kann man die kleinen, kreisrunden Farbanfasser auch interaktiv bewegen, um einzelne Farben leicht anzupassen. Das gilt für alle Modelle, aber je nach Modell bewegen sich die anderen vier kleinen Farbscheiben auf spezielle Weisen mit.
Hier beim Analogous Modell wird z.B. darauf geachtet, dass die Winkel zwischen den Farben immer alle gleich bleiben.
Monochromatic
Hier liegen die Farben alle auf der Strecke [Weißpunkt, Basisfarbe], haben also den selben Farb-/Huewert, bekommen initial aber unterschiedliche Helligkeits- und Sättigungswerte:
Triad
Hier liegen die Farben auf den Winkelhalbierenden eines gedachten, gleichseitigen Dreiecks, haben also v.a. unterschiedliche Farb-/Huewerte:
Complementary
Bei diesem Modus liegen die Farben auf einer Geraden durch den Ursprung (Weißpunkt) und die Basisfarbe, liegen also im Farbkreis mehr oder weniger "gegenüber" und sind damit bekanntermaßen Komplementärfarben:
Compound
Das Compound Modell ist nicht ganz so einfach. Hier gibt es zunächst eine zur Basisfarbe "fast" komplementäre Farbe, die aber nicht exakt 180° entfernt ist. Zwei weitere Farben liegen dann in der Nähe der Basisfarbe und eine in der Nähe der fast-komplementären Farbe. Interessant hier: beim interaktiven Verschieben der Farben bleiben die Winkel fix. Lediglich die Entfernung zum Weißpunkt und natürlich die Position im Kreis kann man ändern. Aber die (Winkel-)Relationen untereinander bleiben konstant:
Shades
Das Shades Modell ist dem Monochromatic Modell sehr ähnlich, hier liegen die Farben aber aussließlich "auf" der Basisfarbe, haben also die selben Farb-/Hue- und Sättigungswerte. Die Unterscheidung liegt hier ausschließlich im Helligkeitswert:
Jederzeit kann man jeder der fünf Farben zur neues Basisfarbe machen und so in Kombination mit diesen Modi oder durch manuelles Werteändern neue Paletten erzeugen.
Das alles ist sehr schön und funktioniert reibungslos. Aber was macht man nun, wenn man eine Farbzusammenstellung produziert hat, die einem gefällt? Man gibt ihr einen Namen und passende tags und speichert sie im persönlichen "Mykuler" Bereich ab. Der Weg "nach draußen" aus kuler heraus geht über das Adobe Swatch Exchange Format. In diesem kann man seine Kreation speichern und anschließend in Photoshop bei den Farbfeldern hinzuladen.
Natürlich kann man auch jederzeit die Hex-Werte der Farben per copy&paste in seine Lieblings-Webseiten-Bastel-Software übertragen.
Alles in allem ein sehr schönes und brauchbares Programm.
Für den (Website-)Programmierer gibt es sogar ein API für kuler. Hier im Adobe Labs kuler Wiki kann man im Detail nachlesen, was damit alles möglich ist (z.B. Farblisten als RSS Feed abonnieren etc.)
Für die Mac Freunde unter uns sei noch das (kommerzielle und mit $50 nicht ganz billige) Programm Color Schemer Studio erwähnt, welches auf ähnliche Weise die möglichst geschmackvolle Zusammenstellung von Farben erlaubt, darüber hinaus aber noch einige Features mehr bietet, wie z.B. die Simulation diverser Farb-Seh-Schwächen! Sehr interessant.
Kaleidotype.
05. Januar 2008, 23:10 Uhr.
Kennt ihr die Software "Kaleidotype"?
Nein? Solltet ihr aber! Sie macht süchtig. Ich
weiß es. Ich sitze manchmal stundenlang davor
und vergesse die Zeit.
Eigentlich ist es ein sehr einfaches Programm. Es kann (quantitativ gesehen) nicht viel. Aber das WAS es kann, ist beeindruckend!
Kaleidotype kann einen Buchstaben malen. Und diesen mehrfach. Symmetrisch. Punktsymmetrisch, um genauer zu sein. Man gibt die Anzahl der Wiederholungen (respektive punktsymmetrischen Spiegelungen) vor und ob der Buchstabe selbst (und alle seine Wiederholungen) nochmal an einer relativ zum Buchstaben senkrechten Achse gespiegelt werden soll. Dann sinds am Ende doppelt so viele Buchstaben als eingestellte Spiegelungen.
Verwirrend?
Da helfen ein paar Screenshots. Hier zunächst mal ein Gesamtüberblick, wie man sich den Desktop beim Spielen mit Kaleidotype einrichten kann:
Dabei sind nur zwei Fenster wirklich von Kaleidotype: das linke, große, mit dem Ornament und das oberste kleine, in dem man noch die beiden Farbwähler erkennen kann ("Inspektor"). Die anderen drei Fenster sind von Mac OS X: Zeichenpalette, Schriftartauswahl und Farbenauswahl.
Hier nochmal in 1:1 das Kaleidotype Inspektor-Fenster:
Ganz wichtig beim Bedienen ist noch, dass man mit der Maus im großen Fenster per drag&drop den Buchstaben bzw. das Zeichen verschieben kann. Alle Kopien/Spiegelungen/Wiederholungen bewegen sich dann in Echtzeit entsprechend hübsch symmetrisch mit und erst so kann man sich sein Lieblingsornament schaffen.
Außerdem sollte erwähnt werden, dass Farben bei Mac OS X neben ihrem RGB/HSV/...-Wert auch immer einen Alpha-Wert, also eine Durchsichtigkeit besitzen. Wenn man das bei der Farbgebung einsetzt, können auch interessante Effekte entstehen.
Hier ein paar meiner letzten Kreationen (die Links führen zu 500x500 Pixel PNG Versionen der Bilder).




Das Programm erlaubt den Export nach PDF, EPS und TIFF, wobei man dann auch den Hintergrund weglassen und so nur das eigentliche, "freigestellte" Ornament speichern kann. Eignet sich dann natürlich hervorragend zur Weiterverarbeitung in Photoshop, zum Beispiel so:
Fazit: ein paar Wünsche bleiben offen (mehr Möglichkeiten in der Farbgebung z.B.), aber alles in allem hat Version 1.0 für mich den absoluten Suchtfaktor. An dieser Stelle vielen Dank für dieses tolle Weihnachtsgeschenk an meinen Papa!
Kaleidotype wird u.a. vom Verlag Hermann Schmidt vertrieben und kommt mit einem herrlichen Falt-Würfel, der auch noch ein Spiel in sich verbirgt. Vorsicht übrigens beim Besuch der Webseiten des Hermann Schmidt Verlags! Da kann man ganz schnell ganz viel Geld loswerden!
Schließlich sei noch erwähnt, dass es auch ein virtuelles Kaleidotype Museum gibt, wo man einige besonders hübsche Kaleidotypes bewundern und seine eigenen zur Veröffentlichung vorschlagen kann.
Ein kleines, aber feines Programm, was Instant-Glück vermittelt. Ich freu mich auf Version 2.0, für die es Pläne gibt, wie mir einer der Autoren schrieb.
