HP35s
HP35s Taschenrechner von HP
26. Januar 2008, 17:12 Uhr.
Taschenrechner
Hewlett Packard hat mal
wieder einen neuen Taschenrechner
herausgebracht. Und eins vorneweg: diesmal einen
vernünftigen! Der Anlass war das 35-jährige Jubiläum des ersten HP Taschenrechners im Jahr 2007. Im Jahr 1972 brachte HP den ersten TASCHENrechner heraus, den HP35. Bei so vielen Fünfunddreißigs war ja klar, dass der Jubiläumsrechner auch HP35 heißen musste! Und da er scientific ist, heißt er 35s.
Vieles fällt positiv auf. Allem voran die Verarbeitung. Da hatte sich HP ja in den letzten Jahren durch chinesische Billigproduktion einige Patzer geleistet (ich erinnere da nur mal als Beispiel an den HP-6 und HP-6s).
Der neue HP35s hat vor allem
mal wieder richtig gute Tasten. Wie von HP
gewohnt, sind sie vorne unten abgeflacht und mit
der blauen Umschaltfunktion bedruckt. Die gelbe
Umschaltfunktion steht über der jeweiligen
Taste. Neben blau und gelb gibt es noch eine
rote Beschriftung mit Buchstaben, vorne unten
rechts auf manchen Tasten. Diese stehen für die
Speicherregister.
Die Größe der Tasten ist sehr ordentlich, wie früher quasi. Ebenso der Druckpunkt: man spürt wieder den gewohnten, satten "Klick".
Das Display ist zweizeilig, aber nicht grafikfähig wie das vom HP42s. Stört aber nicht. Für richtige Grafikanwendungen finde ich auch die Auflösung der aktuellen Grafikrechner von HP zu niedrig. Und der HP35s kann auch ohne Grafik irre viel.
Die Bauform ist schön
schlank. Als Batterien werden zwei Knopfzellen
vom Typ CR2032 verwenden (im Lieferumfang
enthalten). Das macht das Gehäuse zwar flach,
ist aber nicht ganz so schön als wenn man
normale Typ AAA Batterien oder Akkus hätte.
Das beigelegte, deutsche Handbuch genügt auch endlich mal wieder alten HP Ansprüchen und bringt mit seinen zahlreichen Beispielen und den Anhängen einen echten Mehrwert und viel Wissen mit. Die paar kleinen Übersetzungsfehlerchen kann man geflissentlich übersehen (es wurde ab und zu vergessen, aus dem Spanischen zu übersetzen; das betrifft aber nur einen Absatz auf der Rückseite und die Fußzeile und den Titel im Index hinten).
Was die Features des Rechners betrifft verweise ich lieber auf HPs entsprechende Produktseite, muss ich ja hier nicht wiederholen.
Das mitgelieferte Hardcase ist nicht so hart, wie man bei der Bezeichnung vermuten könnte. Also nicht so wie bei früheren TI Rechnern aus Hartplastik, aber auch nicht so weich wie die bei den ersten HP48SX Modellen mitgelieferten Nylon Taschen.


Es hat einen Reißverschluss an der Seite, den man "in beiden Richtungen" öffnen kann (siehe Fotos). Alles in allem hat man ein gutes Gefühl, wenn man seinen Rechner in dieses Case eingepackt hat. Er ist gut geschützt.
Den ansonsten rundum sehr guten Eindruck trübt bei mir lediglich ein leichtes Klappern des Batteriedeckels, was aber nicht weiter stört.
Hier gibts ein hübsches PDF
File mit einigen weiterführenden Infos zum
HP35s, auch Performance Tests.
Man darf gespannt sein, was HP als nächstes im Taschenrechner Sektor herausbringt. Ich finde die schon seit dem Erscheinen des ersten Modells (HP48SX) geringe Auflösung der Grafikrechner-Displays äußerst bedauerlich. Konkurrent TI hat hier eindeutig die Nase vorn und iPhone wie iPod touch zeigen, was Displaytechnik heute kann...
Wann gibts also endlich den ersten Grafiktaschenrechner mit Farb-Touch-Display? Zoomen mit zwei Fingern in eine 2D- oder 3D-Grafik, das wär mal was!
|
